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Warum kann ich nicht ausmisten? | Why Can't I Let Go Of Things?


Warum kann ich nicht ausmisten?

In meinem Blogpost „Warum habe ich so viel Kram?“ ist einer der Gründe, dass man Dinge einfach nicht loslassen kann. Einigen Leuten fällt das überhaupt nicht schwer und für Andere ist es eine riesige Herausforderung. Wenn du zur letzteren Gruppe gehörst, habe ich möglicherweise ein paar Gründe dafür.

1. Der Gegenstand erinnert dich an einen lieben Menschen

Einige Dinge erinnern dich vermutlich an einen lieben Menschen und sie auszumisten fühlt sich wie Betrug an, oder so, als würde man gemeinsame Erinnerungen mit Füßen treten. Du glaubst, du respektierst die Person nicht, wenn du Dinge, die sie dir gab oder die mal ihr gehörten, aussortierst. Diese Situation verschlimmert sich, wenn die Person bereits verstorben ist. Du möchtest die Erinnerung am Leben erhalten und respektvoll sein. Aber deine Lieben wollen, dass du glücklich bist und nicht irgendwelchen Kram aufbewahrst, um sie nicht zu vergessen. Würdest du die Person ohne den Gegenstand wirklich vergessen? Siehst du.

2. Der Gegenstand erinnert sich an „bessere“ Zeiten

Hier wird’s schwierig. Du glaubst, du könntest an einer Zeitperiode festhalten, in der es dir besser ging. Die Vergangenheit bleibt vergangen. Ein Gegenstand wird daran nichts ändern. Er wird dich nur daran erinnern, dass es dir jetzt schlechter geht. Sich mit diesem Gegenstand zu konfrontieren schmerzt und nimmt dir all die Kraft, die du brauchst, um dein Leben zu ändern. Er gibt dir nicht nur gute Erinnerungen. Es tut weh, dass es sich dabei lediglich um Erinnerungen handelt. Lass' den Gegenstand los und sorge dafür, dass die besseren Zeiten wieder jetzt sind.

3. Der Gegenstand gibt dir Sicherheit

Diesen Aspekt habe ich schon in meinem Blogpost „Warum habe ich bloß so viel Kram“ angesprochen. Man glaubt schnell, dass man irgendwann vollkommene Sicherheit erreichen kann, wenn alles hat, was man jemals brauchen kann. So sind wir ja auf alles vorbereitet. Kein materielles Ding kann dir jemals Sicherheit geben. Es klingt vielleicht abgedroschen, aber Sicherheit kommt aus dir selbst. Es ist ganz egal wie viel du ansammelst; du wirst immer glauben, dass mehr Zeug dich näher an die Illusion absoluter Sicherheit bringt. Dinge loszulassen, heißt Sicherheit loszulassen, glaubst du. Aber die Erkenntnis, dass fast alles, was du wirklich brauchst, schon in dir drin ist, macht die meisten Dinge obsolet.

4. Entscheidungen zu treffen ist anstrengend

Wenn Gefühle, die an Dingen hängen, gar nicht dein großes Problem sind, kann es trotzdem sein, dass du Schwierigkeiten hast, zu entscheiden, was weg kann und was du behalten möchtest. Das kommt daher, dass es anstrengend ist, Entscheidungen zu treffen. Es kostet tatsächlich Energie. Ich kenne eine Anekdote, von der ich mir jedoch nicht sicher bin, ob sie stimmt, also zitiere mich da nicht: wenn Obama essen gegangen is, hat er nie sein Essen ausgewählt. Er ließ es auswählen. Er hatte bereits so viele Entscheidungen getroffen, dass er seine diesbezüglichen Ressourcen gewissenhaft nutzen musste.

Das bedeutet, dass Aussortieren ziemlich anstrengend ist und das muss dir bewusst sein. Daher solltest du in kleinen Schritten arbeiten (s. „Wo fange ich bloß an?“) und dich für die Vervollständigung von Teilprojekten ruhig belohnen.

5. Du hast Angst, den Gegenstand später zu brauchen

Auch diesen Aspekt habe ich bereits in „Warum habe ich bloß so viel Kram“ und in Punkt 2 dieses Posts angesprochen. Du glaubst, dass, sobald du etwas aussortierst, du es bestimmt brauchen wirst. Machen wir uns nichts vor: das kann passieren. Ich habe aber bisher so viel aussortiert und nichts davon jemals vermisst oder auch nur dran gedacht. Andere, die den gleichen Prozess durchliefen, werden dir das bestätigen. Ein weiterer Punkt: wann hast du diesen Gegenstand eigentlich das letzte mal verwendet? Weißt du nicht mehr? Genau das meine ich.

Du weißt jetzt vielleicht, wo deine Probleme liegen, aber du bist dir nicht sicher, wie du sie lösen kannst. Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung. In meinem Blogpost „5 Fragen, die dir helfen. Dinge endlich loszulassen“ leite ich durch durch eine Aspekte, über die du nachdenken kannst, wenn du vorhast auszusortieren.

Why can't I let go of things?

In my blogpost „Why do I have so much stuff?“ one of the points I mention is you not being able to let go of things. For some people letting things go is not a problem at all and for others it is a huge undertaking. If you belong to the latter these might be a couple of reasons.

1. They make you think of loved ones

Some items probably remind you of a loved one and getting rid of the items feels like betrayel or throwing away all the memories you have with that person. You feel like you disrespect that person by decluttering something they gave you or something that was once theirs. This gets worse when that person has already passed away. You want to hold onto the memory und be respectful. But your loved ones want you to be happy and not keep things not to lose the memory. Are you really going to forget about your loved one because you throw something out that reminds you of them? See.

2. They remind you of a „better“ time

This is a tricky one. You feel like you could hold onto a time in your life that felt better than what you have now. The past is in the past. An item is not going to turn back time. It will only remind you that you feel worse now. Looking at the item hurts so much and sucks out all of the energy you need to turn your life around. It does not provide lovely memories alone. It hurts that these are memories only. Let it go and make now happy again.

3. They give you security

I touched on that already in my blogpost „Why do I have so much stuff“. We easily fall victim to the believe that we can finally live in full security if we have everything one could possibly ever need. We are prepared for anything that way. No thing can ever give you security. It sounds cheesy but it comes from the inside. No matter how much you have you might always feel like you need more to reach the illusion of full security. When you let things go you let security go you believe. Knowing that almost everything you really need is inside of you makes many things obsolete.

4. Making decisions is costly

When you're not caught deep down with feelings for the items you might still find yourself struggeling to go trough your stuff and decide what can go and what should stay. This is because making decisions is costly. It actually takes quite a lot of energy. Something I have heard but am not sure if it is actually true so don't quote me on it: when eating out Obama never chosed his food. He let it be chosen for him. He's already made so many decisions that day that he had to chose wisely were to put his energy. So going trough your stuff is actually quite exhausting and you need to acknowledge that. Therefore, take little steps (see „Where do I start?") and reward yourself for completing one decluttering project.

5. You fear you might need it later

Again, this is something I have touched on before in „Why do I have so much stuff“ and in point 2 of this post. You have the idea that once you get rid of something you might need it. I am not going to lie. This could actually happen. However, I have gotten rid of so many things and not missed or even thought of one single thing ever since. Other people who have gone through this process will confirm this. Also, think of the last time you have actually used that item. Can't remember? Yeah, that's my point.

You might know where your problems lie but you're not sure how to solve them. However, knowing the problem is the first step into the right direction. In my blogpost „5 Questions to ask yourself to finally let things go“ I am going to guide you through some things to consider when trying to declutter.

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